Mittlerweile ist auch das Ergebnis der CIVL Umfrage da….

(geschrieben von Stefan Brandlehner)
Die aussagekräftigste Tabelle ist auf Seite 9 (Tabelle 6) zu finden.
kurz und bündige Zusammenfassung?
es gibt für nichts eine Mehrheit, die Meinungen sind sehr unterschiedlich.


Die Antworten wurde gegliedert in Pilotengruppen nach Weltrangliste:
Top 1-100 – die besten der Welt
Top 100-400
Top 400-1000



was mich überraschte:
alle können sich vorstellen, neue Zielankünfte auszuprobieren – kein Full Speed im Endanflug. (Top 100=53% / Top 100-400=64% / Top 400-1000=71%)
2 Rettungsgeräte fand keine Mehrheit, hier sprachen sie doch mehr für einen Retter mit Auslösemöglichkeit links und rechts aus.
die TOP 1-100 Piloten wünschen sich noch am ehesten Schirme ohne jegliche Einschränkungen, lediglich eine Maximalgeschwindigkeit fand eine Mehrheit von 54%. (die Top 100 haben auch in Relation gesehen am bravsten bei der Umfrage mitgemacht – da sie wohl auch am ehesten an großen Bewerben teilnehmen und daher großes Interesse haben.)

 

die Top 100-400 Piloten wünschen sich noch am ehesten Schirme lt. PMA-Vorschlag (kein EN- Gütesiegel, aber max. AR, max. speed).
die Top 400-1000 Piloten wünschen sich auch noch am ehesten Schirme mit diesen Einschränkungen, aber mit EN-Gütesiegel)


Aber wie gesagt, die Meinungen waren sehr gleichmäßig auf alle Antwortmöglichkeiten verteilt – ein klare Präferenz lässt sich nicht erkennen.
Die CIVL muß sich somit Gedanken machen, welche Pilotengruppe sie erreichen will. Mit keinen Einschränkungen spricht man am ehesten die TOP-Piloten an. Mit vielen Einschränkungen erreicht man möglicherweise mehr Top400-1000 Piloten.

 

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Buchvorstellung

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Ein neues Buch: „Ganz einfach fliegen“

Wer sich für die Entwicklungsgeschichte der Gleitflieger interessiert, wird mit dem Buch von Stephan Nitsch bestimmt auf seine Kosten kommen, denn noch nie wurde eine so interessante und umfangreiche Dokumentation zum motorlosen Fliegen verfasst. Schon beim Durchblättern der mehr als 300 Seiten mit 700 überwiegend farbigen Abbildungen spürt man die einzigartige Faszination dieser Sportart, die Menschen zu allen Zeiten bewegt und angezogen hat.

Kenntnisreich und mit feinem Humor schildert der 2008 verstorbene Autor die Wege und Irrwege der Menschheit, um aus eigener Kraft in die Luft zu kommen, angefangen von Leonardo Da Vincis Flügelzeichnungen über Otto Lilienthals Flugversuche bis zu den heutigen Drachen und Gleitschirmen. Er erklärt die Verbindungslinien, die zwischen den waghalsigen Experimenten bekannter Luftfahrtpioniere und den Entwicklungsstufen der modernen Hängegleiter bestehen.

Nitsch thematisiert auch die Gefahren beim Fliegen und die permanente Leistungssteigerung der Geräte, die nicht zu Lasten von Flugsicherheit und Handhabbarkeit gehen darf. Sportliche Höchstleistungen werden ebenso erwähnt wie die neuesten Entwicklungen der „Flugzeuge aus dem Rucksack“, die Dr. Claus Gerhard, ein Kenner der Szene, seit dem Tod des Autors fachkundig nachgetragen hat. Somit bietet das Buch einen aktuellen Überblick zum Thema „Ganz einfach Fliegen“, der Piloten wie Nichtflieger ansprechen dürfte. Das repräsentative Buch (Hardcover mit Fadenbindung) ist im Metropol-Verlag Berlin unter der ISBN 978-3-86331-109-4 erschienen und kostet 39,90 Euro.

LK8000 Flugsoftware

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Auf der Suche nach einem Backup für das Wettkampffliegen bin ich über die Software LK8000 gestolpert. Nun möchte ich ein paar Zeilen über diese geniale Software (Freeware) schreiben.

Da ich ja bereits bei einigen Ligapiloten den C-Pilot (http://www.compassitaly.com/) sehen konnte, war mir klar wohin der bzw. mein Weg beim XC und Wettkampffliegen geht. Gut kann man es ja auch daran erkennen, wieviele Apps es mittlerweile für Iphone, Ipad und Android gibt. Der C-Pilot würde mir schon sehr gut gefallen, doch leider sagt die Vernunft, dass ich nicht in dieser Preisklasse mitspielen kann. Mein Handy möchte ich nur ungern als Fluginstrument missbrauchen.

Der eigentliche Auslöser war meine geliebte Flugsoftware http://paraflightbook.de/ von Stefan Ungemach, einem Gleitschirmflieger. Dieser verwendet nämlich LK8000. Auf der Webseite von LK8000 bin ich dann darauf gekommen, dass man diese Software einfach downloaden und auf einem Windows Rechner ausprobieren kann.

Nach einigen Teststunden war ich immer mehr davon begeistert. Ich muss aber gestehen, dass ich sehr gerne am PC sitze und mich mit solchen Sachen beschäftige.

Mit der Zeit habe ich im Handbuch und Forum gestöbert und mir so etliches an Grundwissen angeeignet. Ein wesentlicher Punkt davon ist, LK8000 läuft nur auf Windows CE Geräten oder Windows Mobile Phones. Die Splittergruppe der damaligen Programmierer arbeitet in eine andere Richtung auf Android und die App nennt sich XC-Soar.

Der nächste Schritt war, dass ich unser gutes altes Medion Navi mir zur Brust nahm und LK8000 darauf installierte. Nun ging es weiter, dass ich sämtliche Strecken mit dem Auto fuhr und das Medion Navi mit der Flugsoftware nebenbei mitflog. Große Freude hatte ich bei Autobahnabfahrten und Auffahrten, wenn ich den Kreisel fuhr und somit in die Kreisansicht mit Zentrierhilfe kam ;-) Die Begeisterung wurde von Fahrt zu Fahrt mehr. Als endlich das Wetter wieder mitspielte und die Thermik erwachte, konnte ich das Navi mit in die Luft nehmen. Es funktionierte perfekt! Ich hatte nun mein gewünschtes Backupgerät und zugleich eine gültge IGC Datei, die vom XContest und beim Bewerbsfliegen akzeptiert wird. Nur leider ist ein Auto Navi nicht dafür gebaut, um es bei vollem Sonnenlicht abzulesen, die Displayhelligkeit ist einfach zu schwach.

lk8000_1Also surfte ich wieder im Netz und war ganz hin und hergerissen bzgl. der passenden Hardware. Viele nehmen das MIO400, denn das sollte noch sehr hell sein. Nach langem hin und her habe ich mich für das Vertica entschieden http://www.verticasports.com/shop/v2-flight-instrument/. Dazu noch zwei Zusatzakkus, diese werden ganz einfach über USB mit Vertica verbunden.

Mittlerweile bin ich nun ein Jahr damit geflogen und bin immer noch begeistert. Beim Bewerbsfliegen ist es einfach sehr hilfreich wenn man die Zylinder grafisch sieht. Aber das LK8000 hat so viele Gimmicks, die echt begeistern. Was noch unbedingt zu erwähnen ist. Die Software wird von Piloten entwickelt und programmiert. Die meisten sind Segelflieger und das merkt man, dass hier keine Theoretiker am Werk sind. Updates gibt es deswegen im Winter verstärkt :-)  Das LK8000 lässt sich  perfekt für Gleitschirmpiloten anpassen.

 

Vor- und Nachteile:
- keine akustische Variotonausgabe
- zusätzliche Akkus notwendig
- Einarbeitungszeit mit der Software (ziemlich Umfangreich)
+ regelmäßige Updates
+ deutschsprachige Hilfe im Forum http://www.postfrontal.com/forum/forum.asp?FORUM_ID=92
+ die User können Verbesserungen bzw. Wünsche abgeben z.B. FAI Rechner http://youtu.be/tkFwhItx6-A
+ Freeware
+ sehr logisch aufgebaut
+ FAI Rechner
+ voll Wettkampftauglich
+ Farbdisplay
+ deutsches Handbuch
+ …. uvm.

:: Webseite http://lk8000.it/
:: Youtube Channel http://www.youtube.com/user/LK8000TEAM?feature=watch
:: Forum http://www.postfrontal.com/forum/default.asp?CAT_ID=11
:: Facebook http://www.facebook.com/LK8000

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