Presse FAQ

Was Leute schon immer über das Gleitschirmfliegen wissen wollten…

(… und auch ständig fragen.)

 

“Sind Sie da jetzt von diesem Berg gesprungen?”

Auch wenn ein Gleitschirm ein bisschen wie ein Fallschirm aussieht, “springen” Paragleiter nicht vom Berg, sondern “starten” ganz einfach. Je nach den Windverhältnissen ist dazu viel oder gar kein Anlauf nötig.

 

“Wie lange fliegt man denn da?”

In Sachen Leistung hat der Gleitschirm in den vergangenen Jahren eine rasante Entwicklung durchlebt: Mit dem Paragleiter kann heute selbst ein Durchschnittspilot bei thermisch halbwegs brauchbaren Bedingungen stundenlang fliegen. Distanzen von 30, 50 oder mehr Kilometern zurückzulegen, ist längst nicht mehr nur den Wettkampfprofis vorbehalten.

 

“Kann man das auch steuern?”

Man kann. Tatsächlich lässt sich kein Fluggerät mit Ausnahme des Hubschraubers derart exakt steuern wie ein Gleitschirm, ein guter Pilot landet “auf dem Punkt”.

 

“Ist das nicht sehr gefährlich?”

Ein Gleitschirm der neueren Generation ist bedeutend stabiler als der Laie glauben möchte. Kommt es zu einem Einklappen des Geräts, ist bei richtiger Pilotenreaktion keineswegs der Absturz die Folge: Der Schirm fliegt auch mit stark reduzierter Fläche weiter, ein Gerät der gutmütigeren Kategorie geht außerdem binnen Sekunden von selbst wieder auf!

 

 

“Höher, weiter, schneller” – Flugspaß in Zahlen:

 

Höher. Bei durchschnittlichen thermischen Bedingungen geht es mit etwa vier Metern pro Sekunde nach oben. Das entspricht einer Geschwindigkeit von knapp 15 Stundenkilometern. Wer sich darunter nicht wirklich etwas vorstellen kann, sollte sich einmal in einen Aufzug stellen: Der wird ihn im Schnitt mit ungefähr 0,8 Metern pro Sekunde – also drei km/h – in die oberen Stockwerke transportieren. Im Vergleich zum Thermikfliegen ein echtes Schneckentempo!

Und dabei sind beim Paragleiten Steigraten von drei oder vier Metern pro Sekunde wirklich nichts Außergewöhnliches. Bei guten thermischen Bedingungen können es auch sieben, acht oder mehr Meter sein, also 25, 30 oder mehr km/h. 1.000 Höhenmeter sind da im Nu zurückgelegt!

Aber auch schwache Thermik hat ihren Reiz, kann sie doch mit den Geräten der neuen Gleitschirmgeneration gut genutzt werden: Heutzutage hat Paragleiten praktisch das ganze Jahr über Saison, eine “Winterpause” gibt es nicht mehr!

 

Weiter. Die Gleitleistung der Schirme hat sich enorm gesteigert. Ging es früher im Verhältnis 1 : 3 talwärts, können wir nun Gleitzahlen zwischen 9 und 10 nutzen. Gleitzahl 10 bedeutet beispielsweise, daß es bei einem Meter abwärts zehn Meter vorwärts geht, oder noch etwas anders ausgedrückt: Mit hundert Metern Höhe kann man einen Kilometer weit fliegen. Der Höhenverlust hat sich also in den vergangenen Jahren stark verringert, was auch die immer weiteren Strecken erklärt, die mit dem Gleitschirm mittlerweile geflogen werden.

Für kleine Distanzen braucht ein Pilot kein “Streckencrack” zu sein. Immer mehr entdecken die Herausforderung, sich vom “Hausberg” weg zu wagen und ihre Erfahrungen über unbekanntem Gebiet zu erweitern. Strecken von 40, 50 oder auch 100 Kilometern werden denn auch zunehmend öfter von Gleitschirmfliegern zurückgelegt, die keineswegs in der Wettkampfszene verankert sind.

 

Schneller. Die Vorwärtsfahrt eines neueren Gleitschirms beträgt 35 – 40 Stundenkilometer. Vollbeschleunigt lassen sich noch einmal – je nach Gerätetyp – zwischen fünf und 20 Stundenkilometer herausholen.

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